Polizei: Angriff auf türkischen Handyshop in Lustenau war nicht rassistisch – Lustenau

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In Lustenau wurde der Handy-Shop eines türkischstämmigen Besitzers von einem unter Drogen stehenden Mann mit Steinen beworfen. Es entstand erheblicher Sachschaden.

“Das wurde hochgespielt”, sagt Polizei-Pressesprecher Horst Spitzhofer über die Darstellung der Tat in einem Wiener Boulevard-Medium. “Es besteht überhaupt kein Zusammenhang mit einem rassistischen Hintergrund.” Der Täter habe weder politische noch rassistische Hintergedanken gehabt, sondern habe die Sachbeschädigungen im Drogenrausch begangen: “Er hat davor und danach bei anderen Geschäftslokalen (Anmerkung der Redaktion: darunter auch eine Bäckerei) und Wohnhäusern Scheiben eingeschlagen. In weiterer Folge holt der Mann Benzin bei  der Tankstelle und wollte einen Altpapiercontainer anzünden”, schildert Horst Spitzhofer den Tathergang im VOL.AT-Gespräch.

“Er wusst gar nicht, was er tut”

Bei den als Schweineköpfe dargestellten Tonfiguren, die am Tatort gefunden wurden, habe es sich zudem um ganz normale Dekoartikel gehandelt. “Ein Schweinchen, dass auf dem Kopf steht, ein Maulwurf und ein Bärchen”, erklärt Spitzhofer. Auch andere Anzeichen für eine rassistische Tat seien falsch interpretiert worden: “Das aufgemalte Fadenkreuz ist ein Vermessungspunkt”, klärt Spitzhofer weiter auf. Aus Sicht der Polizei grenzt die Darstellung der Sachbeschädigungen in dem Wiener Boulevard-Medium “fast schon Panikmache”: “Er wusste gar nicht, was er in seinem Wahn tut.”

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