Deutsche IS-Frau zu lebenslanger Haft im Irak verurteilt | Nachricht

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Bagdad (Reuters) – Ein irakisches Gericht hat eine 22-jhrige Deutsche wegen Mitgliedschaft bei der Extremisten-Miliz IS zu lebenslanger Haft verurteilt.

Mit ihr zusammen erhielt ein 55-jhriger Franzose die gleiche Strafe, wie das Gericht am Montag in Bagdad bekanntgab. Gegen die Urteil kann Berufung eingelegt werden. Bei der Verkndung waren Vertreter der Botschaften Deutschlands und Frankreichs anwesend.

Die 22-jhrige Nadia war bereits zu einem Jahr Gefngnis verurteilt worden, weil sie illegal in den Irak eingereist war. Die Frage des Richters, ob sie der Ideologie des Islamischen Staates anhnge, verneinte sie. Allerdings hatte sie frher zugegeben, dass sie vom IS ein Gehalt von 50.000 irakischen Dinar im Monat erhalten habe. Dies sind umgerechnet etwa 42 US-Dollar oder 36 Euro. Der ganze Prozess habe sie verwirrt, sagte sie zu der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Urteil, bewacht von Sicherheitskrften. Sie trug blaue Gefngniskleidung und ein graues Kopftuch.

Der Franzose Lahcen G. sagte, er sei nur nach Syrien gereist, um seinen Sohn vom IS zurckzuholen. Das sei verrckt gewesen. Zudem habe er whrend der Vernehmung Papiere unterzeichnet, von denen er nicht gewusst habe, dass es sich um ein Gestndnis gehandelt habe.

Im Irak sollen sich eine ganze Reihe von westlichen IS-Anhngern befinden, die aus dem syrischen Kampfgebiet in den Irak ausgewichen sind. Darunter befinden sich auch mehrere westliche Frauen von IS-Kmpfern.

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