Ortsverband der Grünen reaktiviert: Grüne läuten eine neue Runde ein – Gronau

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„Wir läuten heute eine neue Runde ein“, sagte Norbert Lüttmann zu Beginn der Mitgliederversammlung. Er hatte während der vergangenen 13 Jahre als letzter Vorsitzender des Ortsverbands sozusagen die Stellung gehalten. 2005 war ein Großteil der Gronauer Grünen aus der Partei ausgetreten und der Ortsverband damit faktisch aufgelöst worden. Grund war die Haltung des NRW-Landesverbands der Partei bei der Frage der Urenco-Erweiterung. In der Folge gründete sich in Gronau die Grün-Alternative Liste (GAL). Die GAL existiert weiterhin als unabhängige Wählergemeinschaft.

Die Gronauer Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen wurden vom Kreisverband Borken betreut. Dieser Zustand ist seit Freitagabend mit der Reaktivierung des Ortsverbands beendet. Die acht anwesenden stimmberechtigten Mitglieder wählten Signe Schwarze zu ihrer Sprecherin und Florian Wielens zum Sprecher. Ratsmitglied Gabi Drees – die am Vortag nach eigener Aussage ihre Mitgliedschaft bei der GAL wegen interner Spannungen beendet hatte – wurde Kassenwartin, Dieter Schwarze Beisitzer. Norbert Lüttmann und Susanne Mörler prüfen die Kasse. Gabi Drees, Florian Wielens, Signe Schwarze, Norbert Lüttmann und Christine Strunk wurden zu Delegierten bzw. Ersatzdelegierten für den Kreisparteirat gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Zur Gründungsversammlung im Alten Gasthaus Gronau hatten sich weitere politisch Interessierte eingefunden, was Kreisverbandsvorsitzende Monika Ludwig erfreut zur Kenntnis nahm. Sie sieht die Grünen als soziale und ökologische Partei derzeit im Aufwind. „Wenn Robert Habeck sagt, wir müssen radikaler werden, dann unterstütze ich das. Die aktuellen Umfragezahlen bestätigen den Kurs. Dass wir als einzige Partei der AfD nicht hinterherlaufen, spiegelt sich in den Zahlen wider. Die AfD bietet mit ihrer monothematischen Ausrichtung eben keine Alternative.“

Eine jüngst zugezogene Neubürgerin äußerte sich geschockt über den geringen Widerstand der Gronauer Bevölkerung gegen die Urananreicherungsanlage. Auch die Vermüllung sei ihr negativ aufgefallen. Dem Thema Müll wollen sich die Grünen besonders widmen. So soll bei einer Aktion der Drilandsee und dessen direktes Umfeld gesäubert werden. Im September ist eine Aktion zum Thema Verpackungsmüll geplant. Die Grünen setzen zudem auf frühe Sensibilisierung in Sachen Müll schon im Kindergarten und in der Grundschule.

An einem Stand des Tierschutzvereins auf dem Wochenmarkt will Monika Ludwig am Mittwoch (8. August) über die Registrierungs-, Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen informieren.




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