AfD: Poggenburg nicht mehr Flügel-Sprecher

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Im rechtsnationalen Flügel der AfD um den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke haben offenbar persönliche Verwerfungen zu Machtverschiebungen geführt. Einer seit gestern kursierenden und dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegenden Erklärung des früheren sachsen-anhaltinischen AfD- Fraktionschefs André Poggenburg zufolge hat dieser seine Sprecherfunktion für den Flügel aufgegeben. Lange Zeit sei das „nahezu bedingungslose Einstehen“ zwischen Höcke, AfD-Chef Alexander Gauland und dem brandenburgischen AfD-Landeschef Andreas Kalbitz das Erfolgsrezept der Gruppierung gewesen, schreibt Poggenburg in der handschriftlich unterzeichneten Erklärung. Dies habe sich jedoch durch „abgestimmte und weniger abgestimmte Entscheidungen und eben auch ganz persönliche Interessen“ verändert. Dies hätte nun dazu geführt, dass die „Doppelspitze Höcke-Poggenburg des Flügels so leider nicht mehr fortbesteht“.

Konkrete Gründe für Poggenburgs Demission stehen nicht in dem Papier. Der Abgeordnete, der gestern nicht zu erreichen war, hat innerhalb der AfD an Rückhalt verloren, nachdem über angebliche Vetternwirtschaft mit seiner Lebensgefährtin berichtet und er nach einer ausländerfeindlichen Rede beim Politischen Aschermittwoch im Februar vom Parteivorstand gerügt worden war. Anschließend hatte die Fraktion Poggenburg als Vorsitzenden im Landtag abgewählt.

Dem Vernehmen nach tritt jetzt Kalbitz als Sprecher des Flügels neben Höcke in Erscheinung.

Von Thoralf Cleven/RND



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