Bundestagsabgeordnete will keine Muslime in der Partei

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Pressefoto

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann aus dem Wahlkreis Mittelsachsen.

► Es ist ein politischer Eklat: Veronika Bellmann, CDU-Bundestagsabgeordnete aus Chemnitz in Sachsen, möchte keine Muslime in ihrer Partei zulassen. 

► Bellmann sagte der rechten Zeitung “Junge Freiheit”, nicht einmal säkulare Muslime sollten in der CDU erlaubt sein: “Heute geben sie sich säkular und morgen doch wieder streng gläubig.“

► Bellmann fabulierte in der Folge über den Islam

“Wie geht es zusammen, gläubiger Muslim und Mitglied einer Partei zu sein, deren Grundlage das christliche Menschenbild ist? Gilt nicht für Muslime der Islam als einzig wahre Religion? Ist nicht jeder Muslim zum Heiligen Krieg verpflichtet, bis die ganze Welt zum ‘Haus des Islam’ geworden ist? Richtet sich dieser Glaubenskrieg nicht gegen Ungläubige, Christen und Juden, weil der strafende Allah jeden Nichtmuslim verdammt?“

Warum die Aussagen von Bellmann über Muslime in der CDU ein Affront sind:

Bellmann unterstellt Muslimen in Deutschland ohne Wissen und Bezug zur Realität islamistische Tendenzen. Es ist eine Haltung, die an Rechte und Rechtsextreme erinnert.

Die CDU-Abgeordnete behauptet in der “Jungen Freiheit” zudem, eine Diskussion über die Vereinbarkeit des Islam mit einer Mitgliedschaft in der Union sei in ihrer Partei tabu.

Tatsächlich gibt es innerhalb der Partei ein Bündis der “Muslime in der Union”, das mehrere Dutzend Mitglieder hat und von der Parteiführung ausdrücklich gelobt wurde.

► In Hamburg gilt zurzeit zudem die Muslima Aygül Özkan als Favoritin für eine Spitzenkandidatur der CDU bei den Bürgerschaftswahlen 2020.

► Eine weitere bekannte muslimische Politikerin bei den Christsozialen ist Nordrhein-Westfalens Integrationsministerin Serap Güler.

Wer ist Veronika Bellmann?

Bellmann gehört in der CDU-Fraktion zum Flügel Berliner Kreis – den besonders konservativen Mitgliedern in der Bundestagsfraktion.

Sie gilt als eine rechtskonservative Stimme in der Partei. Schon im September 2016 sagte sie in einem Interview mit der HuffPost, die Christdemokraten sollten Koalitionen mit der AfD nicht ausschließen.

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