Israels Muslime fürchten um Mekka-Wallfahrt

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Israelische Muslime können einem Medienberichten zufolge offenbar nicht mehr zur Wallfahrt nach Mekka reisen. Hintergrund sind nach Angaben der Tageszeitung „Haaretz“ verschärfte Einreisebestimmungen Saudi-Arabiens.

 

Betroffen sind demnach mehr als eine Million Muslime mit israelischer Staatsangehörigkeit. Saudi-Arabien erkennt laut dem Bericht nicht länger die temporären jordanischen Pässe an, derer sich Muslime aus Israel seit 1978 für die Mekka-Reise bedienten.

Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, israelischen Bürgern ist die Einreise nach Saudi-Arabien nicht gestattet.

Keine Einreisegenehmigung

Mitgliedern des israelischen Haddsch- und Umra-Ausschusses sei kürzlich mitgeteilt worden, dass sie für eine geplante Pilgerfahrt mit mehreren tausend Teilnehmern keine Einreisegenehmigung erhielten.

Der Ausschuss habe sich an arabisch-israelische Politiker gewandt, um gegen die Neuregelung vorzugehen.

Der Haddsch, die große Pilgerfahrt nach Mekka, gehört zu den fünf Pflichten der Muslime. Sie findet jeweils im islamischen Fastenmonat Ramadan statt. Jeder Gläubige sollte sie mindestens einmal im Leben absolvieren. Daneben gibt es die „Umra“ genannte kleine Wallfahrt nach Mekka, die jederzeit absolviert werden kann und nicht verpflichtend ist.

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