Wegen Gebet: 17-Jähriger verprügelte Lehrer – Niederösterreich

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Null Bock auf Lernen hatte ein Teenager aus Niederösterreich in einem vom AMS angeordneten Kurs in einer Floridsdorfer Bildungseinrichtung im Mai gehabt. Ein Pädagoge schickte den 17-Jährigen in die Klasse, der Somalier meinte, er gehe jetzt beten und verschwand.

Eine Stunde später tauchte der Teenager wieder auf, erfuhr von seinem Rausschmiss und Hausverbot, verlor daraufhin die Fassung. Er prügelte auf den Lehrer ein, schlug, trat und biss wild um sich. Erst Sicherheitspersonal und Polizei konnten den Tobenden bändigen.

„Lehrer kickte Teppich weg“

Vor Gericht in Krems setzte der baumlange 17-Jährige mit Modelmaßen jetzt auf die Mitleidsmasche: „Der Lehrer hat meinen Gebetsteppich weggekickt, das hat mich aufgeregt. Ich wurde dann vom beleibten Sicherheitsmann fast erdrückt.“ Auch zum Vorwurf des Drogenhandels – der Bursche hatte vor Schulen in Tulln und Zwentendorf gedealt – zeigte er sich nicht geständig. Zahlreiche Zeugen bestätigen aber die Drogengeschäfte, belasteten sich sogar selbst beim Prozess und gaben den Kauf von Cannabis zu.

Bedingte Haft

Der Richter zeigte sich unbeeindruckt von der Mitleidsmasche, verurteilte den bis dato unbescholtenen Jugendlichen wegen Körperverletzung, Drogenhandels und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu acht Monaten bedingt (nicht rechtskräftig).

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