Verflucht sei, wer den Auftrag des HERRN lssig betreibt!

7
0


Was haben Digitalisierung und Islamisierung gemeinsam? – Die Monatskolumen von Sebastian Moll

Linz (kath.net)

Was haben Digitalisierung und Islamisierung gemeinsam? Beides sind Prozesse, die unser gesellschaftliches Leben in den vergangenen Jahren stark verndert haben und es voraussichtlich auch weiterhin tun werden. Worin besteht der grte Unterschied zwischen Digitalisierung und Islamisierung? Ich habe noch nie jemanden getroffen, der abstreitet, dass es die Digitalisierung gibt.

Ich frage mich, wie es wohl wre, auf einen Digitalisierungsleugner zu treffen. Wie wrde ich versuchen, ihn von seinem Irrtum zu befreien? Vermutlich wrde ich ihm einige Fragen stellen. berlegen Sie doch mal: Wie haben Sie frher mit anderen Menschen kommuniziert? Wie haben Sie Ihre Bankgeschfte erledigt? Wie haben Sie sich Informationen beschafft?

Werbung
messstipendien




Sptestens jetzt msste demjenigen klar werden, dass sich in diesen sowie vielen anderen Bereichen sein Alltag stark verndert hat, weil viele der genannten Ttigkeiten mittlerweile digitalisiert sind. Wenn bestimmte Aspekte des Lebens frher nicht digital abliefen, mittlerweile aber doch, dann nennt man es Digitalisierung.

Vielleicht sollte man mit Islamisierungsleugnern hnlich verfahren. berlegen Sie doch mal: Wurde frher ber das Tragen von Burkinis im Schwimmunterricht diskutiert? Haben unsere Politiker frher ffentlich Gre zum Ramadan ausgesprochen? Gab es in Supermrkten oder Kantinen frher eigene Kennzeichnungen fr Produkte ohne Schwein? Sptestens jetzt msste demjenigen klar werden, dass sich in diesen sowie vielen anderen Bereichen sein Alltag stark verndert hat, weil sich viele der genannten Bereiche mittlerweile durch den Einfluss des Islam verndert haben. Wenn bestimmte Aspekte des gesellschaftlichen Lebens frher nicht durch den Islam beeinflusst wurden, mittlerweile aber doch, dann nennt man es Islamisierung.

Wieso gibt es aber trotz dieser Offensichtlichkeit noch immer Islamisierungsleugner? Aus der Politik hrt man oft das Argument, man wolle keine ngste schren. Aber mit demselben Argument knnte man auch die Digitalisierung leugnen, die bei vielen Menschen ebenfalls ngste hervorruft.

Vielleicht liegt die unterschiedliche Behandlung der beiden Prozesse ja auch darin begrndet, dass man in der Digitalisierung, bei aller berechtigten Sorge, auch Vorteil sieht und diese betonen mchte? Vorteile der Islamisierung sucht man bislang vergeblich.

Doch wie auch immer man mit der aktuellen Islamisierung unserer Gesellschaft umgehen mag, sie zu leugnen bringt uns garantiert nicht weiter. Politik beginnt bekanntlich mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Im Grunde beginnt allerdings jedes vernnftige Denken und Handeln mit dem Betrachten der Wirklichkeit, ganz im Geiste dieser Kolumne: intelligo ut iudicem. Zur Betrachtung der Wirklichkeit gehrt dabei auch, dass ein politisches Vorgehen gegen die Islamisierung aussichtslos ist. Ein freiheitlicher Rechtstaat kann seinen Brgern nicht verbieten, auf ihren Grundstcken Moscheen zu errichten, ebenso wenig wie er der Wirtschaft verbieten kann, sich auf die Bedrfnisse muslimischer Verbraucher einzustellen.

Dass sich Regionen und Gesellschaften religis verndern, ist ein vllig normaler Prozess. Deshalb ist diese ganze Was gehrt wozu-Debatte auch so sinnlos. Westeuropa ist bekanntlich erst durch Karl den Groen ganzheitlich christianisiert worden. Daher betrachten einige Identitre ja nicht nur den Islam als Eindringling, sondern auch das Christentum, und wollen am liebsten zur Anbetung der alten germanischen Gottheiten zurck. Aber auch in unserer Zeit sind solche Prozesse an der Tagesordnung. Algerien hat sich erst in der zweiten Hlfte des 20. Jahrhunderts zu dem streng islamischen Land entwickelt, das es heute ist. In Sdkorea wiederum bekennt sich heute beinahe ein Viertel der Bevlkerung zum Christentum, was vor 50 Jahren ebenfalls noch undenkbar gewesen wre.

Religise Identitt kann nicht politisch hergestellt werden, sonst wird sie zu einem reinen Instrument der Herrschenden. Wer darauf hofft, dass uns Parlamente und Gerichte vor dem Islam schtzen werden, wird eine bittere Enttuschung erleben. Ob sich hingegen die europischen Kirchen durch die zunehmende Prsenz eines selbstbewussten Islam aus ihrer selbst auferlegten Trgheit reien lassen werden, ist eine weitaus spannendere Frage. Wie sagt Jeremia: Verflucht sei, wer den Auftrag des HERRN lssig betreibt!

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via berweisung auf ein Konto in , D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!

kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums fr Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.





Quelle: