Katholiken-Präsident vergleicht Partei mit Nazis

20
0

 


CHRISTOF STACHE via Getty Images

AfD-Chef Alexander Gauland und der Thüringer Vorsitzende Björn Höcke.

► Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg (CDU), hat die Alternative für Deutschland (AfD) als offen rechtsradikal bezeichnet und dazu aufgerufen, sie nicht zu wählen.

► In einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Sternberg vor den anstehenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen: “Ich rufe zum übergreifenden Widerstand aller freiheitlich-demokratischen Kräfte auf. Es muss unmissverständlich deutlich werden: So etwas geht in diesem Land nicht, so etwas wählen wir nicht, so etwas wollen wir nicht.“

► Sternberg zog Parallelen zum Aufstieg der NSDAP. “In der Endphase der Weimarer Republik gab es auch eine Partei, die in den Parlamenten saß, und die Ungeheuerlichkeiten in die Parlamente getragen hat.”

Darum ist die Diskussion um die AfD neu entbrannt:

Die Ausschreitungen in Chemnitz, wo auch die AfD zu Protesten aufgerufen hatte und dazu einen offenen Schulterschluss mit der völkischen Bewegung Pegida vollzog, haben die Diskussion um eine Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz angeheizt.

Der Thüringer Verfassungsschutz hat bereits bekanntgegeben, die Partei in Zukunft als “Prüffall” zu behandeln: Das ist die Vorstufe einer möglichen Beobachtung der AfD.

Was sagt Sternberg noch:

Der Katholiken-Präsident führte die Parallelen zur NS-Zeit weiter aus.

“Die Tatsache, dass Menschen gewählt wurden, heißt deshalb nicht, dass das, was sie machen, auch demokratischen Prinzipien entspricht“, sagte der Präsident der rund 23 Millionen deutschen Katholiken.

Die AfD weise auch weitere “Parallelen zum Nationalsozialismus“ auf. Ihr Aufstieg müsse verhindert werden. Parteichef Alexander Gauland “bedient eine rechtsradikale Klientel und führt eine rechtsradikale Partei“, sagte Sternberg.

Quelle: