„Flunker-TV“ an ARD-Hauptstadtstudio geschmiert: Die AfD freut sich über Farbspray-Attacke – Medien

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Die AfD empört sich regelmäßig, wenn ihre Parteibüros beschmiert oder auf andere Weise verunziert werden. Zuletzt beispielsweise in Sachsen, wo Ende Mai das Dresdner Büro des Landesvorsitzenden Jörg Urban mit roter Farbe beschmiert wurde. „Nicht nur ganz Berlin hasst die AfD“, sprayte ein Unbekannter an die Fassade. Urban wetterte, es habe sich um einen „feigen, linksextremistischen Anschlag“ gehandelt. Sein Fraktionskollege André Wendt forderte, den sächsischen Innenminister Roland Wöller (CDU) auf, „endlich alle linksextremistischen Biotope in Sachsen trockenzulegen und mit drastischen Strafen gegen diese Demokratiefeinde vorzugehen“.

Diese Woche nun lief es umgekehrt: Ein oder mehrere Unbekannte sprayten mit lila Farbe „Flunker-TV“ an die Fassade des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin. In Kreisen der AfD gab es unverhohlene Freude über die Schmiererei. Sie scheint gut in den Kram der Partei zu passen, die die öffentlich-rechtlichen Programme regelmäßig scharf als „GEZ-Medien“ attackiert und deren Vertreter auch schon von Parteitagen und anderen AfD-Veranstaltungen ausgeschlossen hat.

Ende 2016 hatte der AfD-Bundesvorstand eine Medienstrategie verabschiedet, in der es unter anderem hieß, AfD-Politiker würden nur in die Talkshows des Fernsehens eingeladen, um die Partei zu desavouieren und vorzuführen.





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