Land will Islam-Verein aus Arbeitskreis der Mainzer Muslime werfen

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Steht der Mainzer Arab Nil-Rhein Verein auf dem Boden des Grundgesetzes? Zwei Gutachten ziehen dies in Zweifel. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium will deshalb nicht mehr mit dem Verein in einem Arbeitskreis zusammenarbeiten.

Das Ministerium hat dem umstrittenen Verein nahegelegt, den Arbeitskreis Mainzer Muslime zu verlassen. Mit ihm arbeitet das Land bei einem Modellversuch zu islamischem Religionsunterricht an Schulen zusammen. Mit der Aufforderung reagiert das Bildungsministerium auf zwei kritische Gutachten. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der CDU im Landtag hervor.

Gutachter bescheinigt Verein Bezüge zum Salafismus

Die Gutachten stellen die Verfassungstreue des Arab Nil-Rhein-Vereins infrage. Einer der Gutachter bescheinigt dem Verein unter anderem Bezüge zum Salafismus, einer besonders radikalen Strömung des Islam. Der umstrittene Verein ist einer von acht muslimischen Vereinen, die zusammen den Arbeitskreis Mainzer Muslime bilden. Mit ihm arbeitet das Land an zwei Mainzer Schulen zusammen, die muslimischen Religionsunterricht anbieten.

Arbeitskreis Mainzer Muslime soll bis Ende Oktober entscheiden

Das Ministerium hat den Arbeitskreis aufgefordert, bis Ende dieses Monats zu entscheiden, ob man weiter mit dem Arab Nil-Rhein-Verein zusammenarbeiten wolle. Ein Sprecher sagte dem SWR, sonst sei eine weitere Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis unmöglich.

Islamischen Religionsunterricht gibt es derzeit in Rheinland-Pfalz nur in einer modellhaften Erprobung, etwa an Grundschulen in Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Worms, Alzey und Mainz. Die Verhandlungen über einen generelle Einführung ruhen seit 2016.



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