Linda Sarsour: „Muslime dürfen Israel nicht vermenschlichen“

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By Festival of Faiths from Louisville, CC BY 2.0

„Die Anführerin des Womens‘ March Linda Sarsour erklärte am Wochenende, Muslime sollten Israel nicht humanisieren. Israel sei ein ‚Tyrann‘. Wie das Investigative Project for Terrorism und der Algemeiner berichteten, führte Sarsour auf einer Konferenz der Islamic Society of North America (ISNA) aus, amerikanische Muslime ‚machen sich, wenn sie die palästinensische Sache nicht aktiv fördern, zu Komplizen der Besatzung Palästinas und der Ermordung palästinensischer Demonstranten‘. ‚Wenn man auf der Seite des Tyrannen steht, oder den Tyrannen verteidigt oder gar versucht, den Tyrannen zu vermenschlichen, dann ist das ein Problem‘, so Sarsour. Muslime, die sich nicht für den Islam einsetzten, seien nicht patriotisch. ‚Wenn ich hier stehe und für ihre Rechte und die Rechte aller Menschen hier in den Vereinigten Staaten von Amerika kämpfe, bin ich eine wahre Patriotin. Jene von ihnen, die sich fürchten und sich nicht trauen, sich für ihre Religion, ihre Communities, ihre religiösen Institutionen und ihre Kinder einsetzen, stellen damit nicht nur ihren Patriotismus, sondern auch ihren Glauben infrage.‘

Der stellvertretende Direktor des Simon Wiesenthal Centers Abraham Cooper erklärte in einem Telefongespräch mit dem Algemeiner, Sarsours Bemerkungen über die Vermenschlichung des Tyrannen würde man ‚von der Hamas erwarten‘. ‚Mit einer prominenten Aktivistin, die sich für Frauenrechte und Gleichberechtigung in den Vereinigten Staaten einsetzt, würde man derartige Äußerungen nicht unbedingt in Verbindung bringen‘, so Cooper. Sie seien vermutlich durch ihre Frustration darüber zu erklären, dass die Araber am Golf ihre Kontakte zu Israel wie nie zuvor normalisierten. ‚Damit, dass Amerika ein inklusiveres und gastfreundlicheres Land sein soll, hat das gar nichts zu tun‘, meinte Cooper weiter. ‚Hier geht es darum, die Werte unserer Nation ihren Vorstellungen gefügig zu machen. Wir können nur hoffen, dass die Zahl der führenden fortschrittlichen Persönlichkeiten, die sich von ihr distanzieren, zunimmt.‘

Sarsour hatte den Zionismus in der Vergangenheit ‚gruselig‘ genannt und behauptet, man könne nur entweder Zionistin oder Feministin sein. ‚Entweder setzt man sich für die Rechte aller Frauen ein, einschließlich der palästinensischen, oder gar nicht‘, erklärte sie der Zeitschrift The Nation gegenüber. Zudem lehnt sie auch die Zweistaatenlösung ab und befürwortet einen einzigen palästinensischen Staat.“ (Aaron Brandler: Sarsour: American Muslims Shouldn’t Humanize’ Israelis”)

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