Khashoggi angeblich lebendig zerteilt – Mord dauerte 7 Minuten

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Khashoggi angeblich lebendig zerteilt – Mord dauerte 7 Minuten

Khashoggi angeblich lebendig zerteilt – Mord dauerte 7 Minuten

Erst hallten offenbar Schreie durchs Konsulat, dann wurde Khashoggi ein Mittel gespritzt. Auf einem Tisch wurde er lebendig zerteilt!

Die Indizien weisen immer deutlicher darauf hin: Am 2. Oktober wurde der regimekritische saudische Journalist Jamal Khashoggi (60) allem Anschein nach in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet, als er persönliche Papiere holen wollte.

Ton- und Videodokumente, Medienberichten zufolge wohl von Khashoggis Apple Watch aufgezeichnet und in die Cloud hochgeladen, sollen das belegen.

Jetzt schildert das Online-Nachrichtenportal „Middle East Eye“ erstmals detailliert, was auf den Aufnahmen zu hören sein soll. Es sind sieben Minuten Horror.

Am Anfang hallen demnach markerschütternde Schreie durchs Konsulat. Es sei zu hören, wie der Journalist aus dem Büro des Generalkonsuls geschleift und auf einen Tisch im Arbeitszimmer nebenan gezerrt werde. Das habe eine türkische Quelle verraten, die mit dem Fall vertraut sei und die kompletten Aufnahmen kenne, schreibt „Middle East Eye“.

Karte: Wie der saudische Journalist Jamal Khashoggi in Istanbul ermordet und zerstückelt wurde – Saudi-Arabien
Foto: info.Bild

Die ungenannte Quelle weiter: „Der Konsul selbst wurde aus dem Raum gebracht. Es gab keinen Verhör-Versuch.“

Jamal Khashoggi flüchtete 2017 in die USA, schrieb dort kritische Beiträge zu den Verhältnissen in Saudi-ArabienFoto: dpa
Hier geht Jamal Khashoggi am 2. Oktober in das saudische Konsulat in Istanbul. Es ist die letzte Aufnahme, die ihn lebend zeigtFoto: AFP

Die Säge habe Salah Muhammad al-Tubaigy geführt, ein hoher Gerichtsmediziner der saudischen Staatssicherheit. 

Auch das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen von den Audio-Aufnahmen, es habe KEINEN Verhör-Versuch Khashoggis gegeben. Der Journalist sei zusammengeschlagen, dann betäubt und getötet worden.

Die Beweise habe die Türkei auch den USA und Saudi-Arabien vorgelegt.

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Andere Medien sprechen zusätzlich davon, Khashoggi sei vor seinem Tod gefoltert worden, man habe ihm Finger abgeschnitten.

Konsul Mohammed al-Otabi soll laut der türkischen Zeitung „Yeni Şafak“ dem Folter-Team gesagt haben: „Macht das irgendwo draußen, nicht hier, sonst kriege ich Ärger.“ Darauf habe man ihm geantwortet: „Halt den Mund, wenn du weiterleben wills

▶︎ Gerichtsmediziner Tubaigy gehörte zu einem Trupp von 15 saudischen Beamten (mit Diplomaten-Pässen ausgestattet), der am 2. Oktober um kurz nach 3 Uhr morgens auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul landete. Wenige Stunden nach Khashoggis Verschwinden flogen alle 15 schon wieder los. Offenbar ein Killer-Kommando!

Am Montag rückten erstmals türkische Ermittler an, um das saudische Konsulat zu durchsuchen. Dienstag meldete ein hochrangiger Beamter, dabei seien „sichere Beweise“ für einen Mord gefunden worden.

Und das, obwohl ein Putzteam zuvor gründlich im Konsulat sauber gemacht haben soll. Teile der Räume wurden laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sogar frisch gestrichen.

Kurz bevor die türkischen Ermittler kamen, holten sich die Saudis eine Reinigungsfirma ins Istanbuler KonsulatFoto: SEDAT SUNA/EPA-EFE/REX

Trump deckt Problem-Prinzen

US-Präsident Donald Trump hält sich derweil zurück, er sagte der Nachrichtenagentur AP: „Wir sollten erst rausfinden, was wirklich passiert ist. Schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist – so etwas mag ich nicht.“

Bei Twitter schrieb er: „Ich habe gerade mit dem Kronprinzen Saudi-Arabiens gesprochen, und er hat jede Mitwisserschaft darüber, was in ihrem Konsulat in der Türkei passiert ist, komplett abgestritten.“

Quelle: www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/khashoggi-angeblich-lebendig-zerteilt-mord-dauerte-7-minuten-57876812.bild.html

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