Nein zur AfD im Landtag

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Zu dem Protest am Sonntag hatte das Bündnis »Keine AfD in den Landtag« aufgerufen, in dem sich unter anderem Gewerkschaften, mehrere Parteien, der Zentralrat der Muslime und die Katholische Arbeitnehmerbewegung zusammengeschlossen haben. Redner verschiedener Organisationen warfen der AfD vor, die Gesellschaft zu spalten.

 

Glaser optimistisch

 

Am anschließenden Wahlkampfauftakt der AfD im Bürgerhaus Wiesbaden-Erbach nahmen nach Polizeiangaben etwa 220 Menschen teil. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen. AfD-Gründungsmitglied und Bundestagsabgeordneter Albrecht Glaser sagte zu Beginn: »In Hessen werden wir mehr Stimmen erringen, als sich heute alle vorstellen.« Mit Blick auf die vorangegangene Demonstration sagte der frühere Frankfurter Kommunalpolitiker: »Wenn die vom Landtag auf die Straße gehen, gehen wir von der Straße in den Landtag.« Der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge versprach Unterstützung von der anderen Seite des Rheins.

 

Schäfer-Gümbel beklagt Verrohung

 

Bei der Demonstration hatte Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel eine Verrohung der Sprache und der politischen Kultur moniert und gesagt, er wolle kein Zurück zur Ideologie der 1950er Jahre. Er sei gekommen, um ein Signal »gegen Schranken im Kopf« zu senden. Der Spitzenkandidat der Grünen, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, sagte: »Wir überlassen es nicht den Rechten, darüber zu diskutieren, was Heimat ist und wer dazu gehört.« Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Janine Wissler, forderte die Menschen auf, sich »für eine tolerante Gesellschaft einzusetzen«.



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