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Faktencheck Islam: Propagiert der Koran wirklich das Töten von Ungläubigen?

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Vorurteile über den Islam gibt es in Deutschland viele. Die wenigsten wissen, was davon stimmt und was nicht. In einer FOCUS-Online-Serie macht Islamwissenschaftler Mathias Rohe den Faktencheck. Vorurteil Nummer eins: „Koran propagiert das Töten von Ungläubigen.“

Laut Mathias Rohe, Rechts- und Islamwissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen, lesen die meisten Muslime den Koran nicht so, dass sie Andersgläubige zu töten haben.

Es gebe diesbezüglich jedoch einige sperrige Stellen im Koran, bei denen man nicht genau weiß, auf wen sie sich beziehen – was mit der Geschichte des Islams zusammenhängt. Dann komme es auf die Interpreten an, so Rohe.

Koran beschreibt kriegerische Auseinandersetzungen

Die meisten würden aber davon ausgehen, dass diese Stellen, die vom Töten von Ungläubigen sprechen, diejenigen heidnischen Mekkaner meinen, die damals gegen eine kleine neue muslimische Gemeinde gekämpft haben. Laut Mathias Rohe beschreiben besagte Stellen im Koran eher kriegerische Auseinandersetzungen als das Töten um der Religion Willen.

Es gebe sehr viel mehr Aussagen im Koran, dass man andere Religionen zu respektieren habe, was nicht zuletzt auch für Judentum und Christentum der Fall sei.

https://www.focus.de/politik/deutschland/faktencheck-islam-koran-propagiert-toeten-von-unglaeubigen-islamwissenschaftler-raeumt-mit-vorurteil-auf_id_8382587.html