Start Gewalt/ Sachschaden S-Bahnhof Neukölln Unbekannter zündet Schlafsack von Obdachlosen an

S-Bahnhof Neukölln Unbekannter zündet Schlafsack von Obdachlosen an

10
0

Es ist bitterkalt in der Nacht zu Dienstag. Zwei Obdachlose suchen Schutz im Vorraum des S-Bahnhofs Neukölln. Doch dort werden sie brutal angegriffen.

Ein unbekannter Mann hatte gegen 2.40 Uhr die beiden Obdachlosen aggressiv aufgefordert, den Vorraum des S-Bahnhofs zu verlassen. Da jedoch draußen bereits minus vier Grad herrschten, ließen sich die beiden an einer Wand nahe des Ausgangs nieder, anstatt den Bahnhof zu verlassen. Daraufhin rastete der unbekannte Täter aus: Er zündete einen Schlafsack und andere persönliche Gegenstände der Obdachlosen an. Dann flüchtete er.

Die Feuerwehr löschte den Brand innerhalb kurzer Zeit. Die beiden Obdachlosen wurden nicht verletzt, standen jedoch unter Schock. Sie wurden von der Bundespolizei vernommen und verließen dann den Bahnhof. Nach dem Täter wird nun gesucht.

Tat erinnert an die Feuerattacke vom U-Bahnhof Schönleinstraße

Es ist nicht der erste brutale Angriff dieser Art auf Obdachlose. Besondere Aufmerksamkeit hatte ein Fall an Weihnachten 2016 erregt: Sechs junge Männer hatte auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße absichtlich ein brennendes Taschentuch auf einen schlafenden Obdachlosen geworfen. Nur der Zufall rettete den Mann: Passanten bemerkten das Feuer und löschten es.

Das Tatgeschehen auf dem Bahnsteig war von einer Überwachungskamera der BVG gefilmt worden. Fünf der sechs Männer hatten sich nach der Veröffentlichung ihrer Bilder selbst gestellt. Der Hauptangeklagte Nour N. wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt, die anderen zu Jugendarrest und Jugendstrafen von acht Monaten.

Derzeit herrscht Lebensgefahr für Obdachlose

Temperaturen wie sie derzeit draußen herrschen, können für Obdachlose lebensgefährlich werden. In der Nacht zum Sonnabend gab es vermutlich bereits den ersten Kältetoten in diesem Jahr in Berlin: Passanten hatten der Feuerwehr einen leblosen Mann in einem Rollstuhl unter der S-Bahn-Brücke am Hackeschen Markt gemeldet. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben eines Polizeisprechers um einen 49-jährigen Mann aus Polen. „Fremdverschulden schließen wir aus“, so der Sprecher. Kumpels des Toten vermuten, dass die Kombination aus Kälte und Alkohol dem Mann den Tod brachten.

Kältebus oder Rettungsdienst rufen

Wer bei niedrigen Temperaturen jemanden draußen ungeschützt schlafen sieht, sollte die Person wecken. Wer unsicher ist, was zu tun ist, kann auch die Polizei unter 110 anrufen. Bei akuter Gefahrensituation den Rettungsdienst unter 112 alarmieren.

Der Wärmebus des DRK ist täglich 18 bis 24 Uhr unterwegs (Tel.: 0170–910 00 42), der Kältebus der Stadtmission von 21 bis 3 Uhr (Tel.: 030–810 56 04 25)

 

Error 404 (Nicht gefunden)!!1

​https://news.google.de/news/amp?caurl=https%3A%2F%2Fwww.berliner-zeitung.de%2Fberlin%2Fpolizei%2Fs-bahnhof-neukoelln-unbekannter-zuendet-schlafsack-von-obdachlosen-an-29622090#pt0-309170