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Türkei lobt westliche Angriffe in Syrien

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Die Türkei hat die Angriffe von USA, Frankreich und Großbritannien in Syrien als angemessen bezeichnet. „Wir begrüßen den Einsatz.“

Die Türkei hat die Angriffe von USA, Frankreich und Großbritannien in Syrien als angemessen bezeichnet. „Wir begrüßen den Einsatz.“

14. April: Türkei lobt westliche Angriffe in Syrien

Die Türkei hat die westlichen Angriffe in Syrien begrüßt und als „angemessen“ bezeichnet. „Wir begrüßen diesen Einsatz, der das Gewissen der Menschheit angesichts des Angriffs in Duma erleichtert“, erklärte das Außenministerium in Ankara am Samstagmorgen. Die syrische Führung tyrannisiere seit mehr als sieben Jahren ihr eigenes Volk, sei es mit konventionallen, sei es mit chemischen Waffen. Erwiesenermaßen habe sie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen.

Die Türkei ist ein Gegner der syrischen Staatsführung unter Machthaber Baschar al-Assad und unterstützte Rebellen, die für dessen Sturz kämpften. In den vergangenen Monaten arbeitete die Türkei allerdings eng mit dem engsten Assad-Verbündeten Russland zusammen, um eine politische Lösung für den Syrien-Konflikt zu erreichen.

Erdogan weist Forderungen Russlands nach Abzug aus Afrin zurück

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Forderungen Russlands nach einer Rückgabe der nordsyrischen Region Afrin an die Regierung in Damaskus scharf zurückgewiesen. „Dies ist ein sehr falscher Ansatz“, sagte Erdogan am Dienstag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu. „Wir werden Afrin an seine Einwohner zurückgeben, wenn die Zeit gekommen ist, doch entscheiden wir über den Zeitpunkt, nicht Herr Lawrow.“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte am Montag gesagt, die einfachste Weise, die Situation in Afrin zu normalisieren, wäre es, die Region „der Kontrolle der syrischen Regierung zurückzugeben“. Russland hatte die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bereits zum Beginn der türkischen Offensive im Januar gedrängt, Afrin an Damaskus zu übergeben, doch hatten sie dies abgelehnt.

Türkei macht Damaskus für mutmaßlichen Giftgasangriff verantwortlich

Die Türkei hat die syrische Regierung für den mutmaßlichen Giftgasangriff in Duma in der Region Ost-Ghuta verantwortlich gemacht und die internationale Gemeinschaft zum Handeln aufgefordert. „Wir hoffen, dass der Chemieangriff der syrischen Führung dieses Mal nicht unbeantwortet bleibt“, teilte Regierungssprecher Bekir Bozdag auf Twitter mit. Die syrische Führung sei vor allem für das „Menschlichkeitsverbrechen“ verantwortlich, Schuld hätte aber auch diejenigen, die „diese Gräueltat nicht verhindert haben“

Der Sprecher von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, hatte zuvor gesagt, dass alle Angriffe gegen unschuldige Menschen ein Verstoß gegen internationales Recht seien. „In diesem Zusammenhang muss das syrische Regime für solche Angriffe, die es in vielen Teilen des Landes zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt hat, zur Rechenschaft gezogen werden“. Um zukünftig „Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien“ zu verhindern, müssten die internationale Gemeinschaft und insbesondere Länder mit Einfluss auf das syrische Regime handeln, teilte Kalin mit.

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