Start Beitrag/ Persönlichkeit Das Kopftuch ist ein Teil der islamischen Identität

Das Kopftuch ist ein Teil der islamischen Identität

13
0

Sven Fischer

Das Kopftuchverbot in Nordrhein-Westfalen ist keineswegs in irgendeiner Weise eine Lösung für Integration. Man hat das Gefühl bei Untersuchung der vielen Beiträge dazu, dass es sich lediglich, um Hass und Hetze gegen die Muslime und den Islam handelt.

Einige Argumente sollen aufzeigen wie lächerlich und widersprüchlich dieses in Zukunft vielleicht eintretende Gesetz ist.

  1. Die Schulen verkommen somit zu einem Ort der Gleichmacherei, zur kapitalistisch-säkularen Gleichschaltung. Statt Uniform soll der menschliche Geist nunmehr in ein vorgegebenes Schema gezwungen werden. Die Verbannung des Kopftuchs von der Schule bedeutet auch für die nicht-muslimischen Schüler, dass sie nichts mehr sehen, was sie zum Nachdenken bringen könnte. Die aktuelle Bertelsmann-Studie zeigt, dass die junge Generation (unter 25) weitaus weniger ein Problem mit den Muslimen hat. Die Jungen wachsen mit Muslimen auf und haben so unabhängig von Medien direkten Zugang zur islamischen Sicht. Das sieht die ältere und momentan mächtige Generation als Gefahr. Das kann in Zukunft im gottlosen Kapitalismus zu massenhaften Konversionen führen, weil die Identitätssuche und der Durst nach Orienteriung immer mehr zunimmt.
  2. Wenn es wirklich darum geht, die Kinder vor Zwang schützen zu wollen, warum will man dann ein allgemeines Verbot für alle? Damit träfe man auch jene Kinder, die gerne eines tragen. Was soll ein 13-jähriges Mädchen tun, das unbedingt eines tragen will? Mit welchem Recht untersagt man ihr das? Und dieses unglückliche Mädchen soll dann keinen Groll gegen Staat und Gesellschaft aufbauen? Man schafft damit Frust und damit den Boden für Hass und Segregation, die man zu bekämpfen vorgibt. Wer sich lauthals über Radikalisierung beschwert, sollte seine Ideen zu Ende denken.
  3. Das Kopftuchtragen kann auch gegenteilige Botschaften vermitteln: Ich bin stark und selbstbewusst. Ich stehe zu meinen Prinzipien. Es signalisiert also nicht zwangsläufig Unterdrückung, wie behauptet. Auch nicht bei jungen Mädchen.
  4. Das Elternrecht ist in der Verfassung verankert. Dieser heftige Verstoß dagegen sollte sogar die Mehrheitsgesellschaft in Aufruhr bringen, denn wie die Anti-Terror-Gesetzgebung deutlich gezeigt hat, wird der Staat am Ende seinen Einflussbereich auch auf unliebsame Abweichler unter den Nicht-Muslimen ausweiten.

Dies waren nur einige Argumente die gegen das Kopftuchverbot sprechen. Man spricht darüber, dass die Muslime zu Deutschland gehören, jedoch nicht der Islam. Jedoch gibt es sie nur im Doppelpack. Es ist erst der Islam, welcher die Muslime auszeichnet.

 

Source: www.focus.de/regional/duisburg/stimme-aus-duisburg-das-kopftuch-ist-ein-teil-der-islamischen-identitaet_id_8773471.html

Facebook Comments