Kein Kopftuch ist noch keine Integration

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Nur ein Verdacht: Der Regierung geht es nicht um das Verbot von

Kopftüchern, schon gar nicht um Mädchen, die ihren Kopf verhüllen müssen. Lange wurde darüber geredet, jetzt wurde das Kopftuch im Kindergarten verboten, obwohl es dort kaum Fälle gab. Das Instrument der Propaganda steht aber weiter zur Verfügung, mit dem man bei Bedarf wieder ablenken wird. Wetten, dass nach dem Verbot des Kopftuches in der Volksschule eine Diskussion über höhere Schulen beginnen wird. Und wenn das Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof nicht hält – umso besser, dann wird man uns weiter mit diesem Thema beschäftigen.

Die

SPÖ läuft blind in die Kopftuchfalle der Regierung und steht als Beschützerin radikaler Muslime da. Die Neos versuchen es immerhin mit einem „Integrationspaket“, fordern sehr sinnvolle Maßnahmen für die Schulen, gehen aber auch in eine Falle, wenn sie das Verbot aller religiösen Kleidungsstücke bis zum 14. Lebensjahr verlangen. Das Verhüllen des Kopfes von Frauen ist eben kein religiöses Gebot. Im Koran gibt es gerade drei Stellen, die man möglicherweise als Beleg heranziehen könnte, die aber so altertümlich formuliert sind, dass man sie in einem aufgeklärten Staat sicher nicht akzeptieren kann: „Frauen sollen mit niedergeschlagenem Blick ihren Schmuck verbergen.“ Wer in Österreich leben will, muss einer Rechtsordnung zustimmen, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind, in der Mädchen und Buben dieselben Chancen haben müssen. Mädchen dürfen also nicht stigmatisiert werden. Das sollten alle Väter und auch religiöse Führer endlich verstehen, also weg mit dem Kopftuch für Kinder.

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2 Kommentare

  1. Wien haben FPO-Politiker das bewiesen: Im Gemeindebau soll der Nachweis verlangt werden, dass jemand nicht muslimischen Glaubens ist. Sollen Auslander doch abgesondert wohnen, dann kann man ewig zundeln, dass es keine Integration gibt.

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