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Kopftuch vom Kopf gerissen: Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

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Kopftuch vom Kopf gerissen: Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Einem 11-jährigen Mädchen ist am Samstagnachmittag in der Osnabrücker Tannenburgstraße das Kopftuch vom Kopf gerissen worden. Dabei ist es leicht verletzt worden, teilte die Polizei an diesem Montag mit.

Osnabrück. Nachdem einem 11-jährigen Mädchen am Samstagnachmittag in der Osnabrücker Tannenburgstraße das Kopftuch vom Kopf gerissen wurde, hat die Polizei eine Täterbeschreibung veröffentlicht. Derweil verurteilte VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend den Übergriff aufs Schärfste.

Der Vorfall ereignete sich bei Ausschreitungen rund um das Drittliga-Fußballspiel zwischen dem VfL Osnabrück und FC Carl Zeiss Jena. Jenaer Fußball-Chaoten und Hooligans aus dem VfL-Umfeld hatten dabei einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen direkt nach dem Einsatz war bei dem Opfer noch von einer Frau die Rede gewesen.

Täter reißt Kind Haare aus

Laut einer Mitteilung der Polizei stand das Kind am Samstag gegen 16.35 Uhr an der Bushaltestelle in Höhe der Tiefstraße und wollte gerade in die Linie 11 in Richtung Neumarkt einsteigen. Der Täter trat aus einer Gruppe von fünf bis sechs Männern heraus, griff nach dem Tuch und zog es ihm vom Kopf. Da der Mann dem Kind dabei auch einige Haare herausriss, fing das Mädchen vor Schmerzen an zu weinen und lief nach Hause. Der Täter fuhr mit seinen Begleitern im Bus davon. Die Gruppe soll unmittelbar vor der Tat aus der nahegelegenen Gaststätte gekommen sein.

Die Täterbeschreibung der Polizei:

  • Etwa 1,80 Meter groß
  • 35 bis 40 Jahre alt
  • blondes, lichtes Haar
  • Dreitagebart
  • schwarze Jacke
  • blaue Jeanshose.

Festnahmen zu diesem Vorfall hat es bisher nicht gegeben. Die Polizei Osnabrück nimmt Hinweise und Zeugenaussagen unter 0541 – 327 2618 oder 0541 – 327 2115 entgegen.

Tage nach dem Übergriff bezog der VfL nun deutlich Stellung. „Dieser und die weiteren Vorfälle nach dem letzten Heimspiel sind nicht zu tolerieren“, wurde Geschäftsführer Jürgen Wehlend in einer Mitteilung zitiert. „Wir verurteilen jede Art von Gewalt – egal von wem, gegen wen und aus welchen Gründen sie ausgeübt wird.“ Er betonte: „Solche Leute brauchen wir weder im Stadion noch in unserem Umfeld. Bei uns gibt es für euch keinen Platz!“

Ein solches Verhalten sei nicht mit den Werten zu vereinbaren, die der VfL Osnabrück lebt und vertritt „und die wir erst kürzlich durch die Aktion „Gegen Rechts‘ deutlich und sichtbar für jeden nach außen getragen haben“, sagte Wehlend weiter. Mit der Aktion „Gegen Rechts“ hatte der Verein vor einem Monat für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Der Club hatte sich dabei gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Gewalt und Homophobie positioniert.

Rechtsradikale werden am Bahnhof auffällig

Am Samstagabend hatten Hooligans darüber hinaus mit klar erkennbarem rechtsradikalem Hintergrund am Hauptbahnhof ihren fremdenfeindlichen Hass an Menschen ausgelassen, die ihrem Feindbild entsprechen. Dabei kam es zu verbalen und handfesten körperlichen Attacken

Source: www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1201926/kopftuch-vom-kopf-gerissen-polizei-veroeffentlicht-taeterbeschreibung

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