„Die drei Ringe“: Ein Buch über Toleranz und Miteinander

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Die 180 Seiten sind im Nu gelesen. „Die drei Ringe“, das aktuelle Jugendbuch des Trierer Mediziners Albrecht Wagner (52) ist spannend bis zur letzten Seite. Action- und Phantasie-Freunde kommen ebenso auf ihre Kosten wie die von Liebesgeschichten. Vor allem aber ist das Buch „für Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene“, gespickt mit regionaler Geschichte wie mit aktuellem Zeitgeschehen. Verpackt ist all das in „gut portioniert“ zu lesende kleine Kapitel, erklärt der aus der Pfalz stammende Autor. Seine Literatur-Leidenschaft packte ihn früh. Anfangs schrieb er Geschichten für seine Nichten und während seines Medizinstudiums schaute er immer mal bei Anglistik-Vorlesungen rein. „Das Faible war da“, ist er sich bewusst, dass es nur nahe lag, eine eigene Geschichte zu erzählen. Für Kinder, die kritische Leser seien, zu schreiben, sei zwar schwer. Doch für ihn sind sie die wichtigste Zielgruppe – vor allem angesichts einer durch neue Medien nachlassenden „Lesefreudigkeit“.

Erstes Buch 2008 veröffentlicht

Albrecht Wagner praktiziert als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie in einer Gemeinschaftspraxis in Trier-Süd. Der mit seiner Familie in Riol lebende Vater zweier Kinder, 17 und 13 Jahre alt, veröffentlichte 2008 „Max und der größte Adventskalender der Welt“ und 2012 „Konstantin findet mehr als Gold“. Das Abenteuer um den römischen Goldschatz-Fund von 1993 ist auch als Hörspiel zugunsten der Villa Kunterbunt erschienen. Sprecher wie das Trierer Mundart-Original Helmut Leiendecker, Michael Ophelders, Heribert Schmitt, Lisa Langner und Philipp Voigtländer machen es zu einem Erlebnis.

Es geht auch anders

In „Die drei Ringe“ erzählt Wagner eine spannende Geschichte, die mit Themen wie Flucht und Migration „im Hier und Heute“ spielt. Mit dem Verlegen von Stolpersteinen und dem Schicksal einer Familie, die dem Naziterror entkam, schlägt er zudem Brücken in die damit begreifbarere Vergangenheit. Er wolle „Inhalt und Botschaft transportieren“, erklärt der Autor. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen wie Populismus oder Isolationspolitik will er zeigen: „Es kann auch anders gehen“. Im Zentrum seines aktuellen Buches steht daher Toleranz – und die Erkenntnis, dass es gemeinsam oft besser klappt.

Erinnerung an berühmte Werke

Das Buch ruft Erinnerungen wach an zwei berühmte Werke: Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ (1783) und „Der Herr der Ringe“ (1954) von John Ronald Reuel Tolkien. Mit Lessings Ringparabel verbindet die Wertschätzung der Religionen Judentum, Christentum und Islam. Tolkiens Werk ist allgegenwärtig: dank der Ringe, „Elbenkönigin“ Lena und bösartiger „Orks“, die dem Titelhelden nachstellen und auch vor einem Brandanschlag nicht zurückschrecken. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Helden zwei vorheriger Wagner-Bücher wie Schatzretter Konstantin und Schatzfinder Paul mit seinem liebenswerten Ruhrpott-Slang.

Gewinnspiel

  • „Die drei Ringe“, als Taschenbuch erschienen im Stephan Moll Verlag, illustriert von Eberhard Mayer, ist für 10 Euro im Buchhandel und online erhältlich, ISBN 978-3-947470-15-0. Wir verlosen drei Exemplare!
  • Gewinnspiel und Teilnahmebedingungen gibt es hier.
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URS



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