Abschiebungsdrama: Auch Bielefelder Schule stellt sich hinter Nick Mdoreuli

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Dem 22-Jährigen droht die Abschiebung in sein Heimatland. Das bewegt seit einigen Wochen vor allem die Bielefelder Sportszene. Und nicht nur die













Bielefeld. Der Fall des Nick Mdoreuli weckt Solidarität. Dem 22-Jährigen droht die unmittelbare Abschiebung in sein Herkunftsland Georgien. Viel Unterstützung erhält der junge Mann in diesen Tagen aus der Sportszene – und jetzt auch öffentlich aus dem Schulwesen. Mdoreuli kam 2014 im Alter von 17 Jahren nach Deutschland – und hatte bereits früh seine Eltern verloren. In Deutschland machte er seinen Realschulabschluss. Seit August 2018 befindet er sich in einer dreijährigen Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei der Dekra Akademie – und besucht das Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung. Nachder sein Asylantrag im vergangenen Jahr abgelehnt wurde, wurden ihm Aufenthaltsgenehmigungen für jeweils sechs Monate ausgestellt. Er klagte gegen die Ablehnung des Asylantrags – und die Klage wurde nun abgelehnt. Nach Aufhebung des Abschiebeverbots muss der junge Mann aktuell jederzeit mit der Ausweisung nach Georgien rechnen. „Ich weiß nicht, wann ich zuletzt eine Nacht durchgeschlafen habe“, sagt der 22-Jährige. „Nick muss bleiben. Seine Abschiebung droht!“ Rückendeckung erhält er jetzt auch vom Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung. „Nick muss bleiben. Seine Abschiebung droht!“, heißt es auf der Facebookseite der Schule. Dort wird zudem ein Link zu einer Online-Petition angegeben, die bereits von 260 Menschen unterzeichnet wurde. Sie macht sich für seinen Verbleib in Deutschland stark. Darunter ein Text von Mdoreulis Klassenkameraden: „Wir finden es sehr schade und traurig, dass ein so sozialer, freundlicher, herzlicher, hilfsbereiter (wir konnten nicht aufhören weiter aufzuzählen) junger Mann, der vor vier Jahren allein nach Deutschland kam, hier seine Heimat fand und sich alleine hier alles aufgebaut hat, keinen einzigen Tag mehr ohne Angst verbringen kann.“ In dem Post von Klassensprecherin Amela Dautovic heißt es weiter: „Lieber Nick, wir (und das schließt Deine Lehrer*innen ein) wünschen Dir viel Geduld und alle Kraft der Welt und hoffen, dass sich das Blatt doch noch einmal wendet!!!“ Nick Mdoreuli stammt gebürtig aus der Region Südossetien Auch der VfL Theesen, für den der 22-Jährige Fußball spielt, schrieb bereits vor einigen Tagen: „Es darf nicht passieren, dass Menschen, die alles richtig gemacht haben, alles wieder genommen wird, was sie sich hart erarbeitet haben.“ Nick Mdoreuli stammt gebürtig aus der Region Südossetien. Während Georgien von der Bundesregierung als sicheres Herkunftsland eingestuft werden soll und „die Sicherheitslage im übrigen Georgien als stabil“ gelte, rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Konfliktregionen, also auch Südossetien, dringend ab. Lesen Sie auch: Verzweifelte Chefin: Junger Flüchtling darf nicht arbeiten Warum Flüchtling Hakeem jetzt doch arbeiten darf Flüchtling begeistert als Sportlehrer an Bielefelder Grundschule



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