Brandanschlag auf Ulmer Moschee: Verteidiger beantragen Revision

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Die Verteidiger von vier der sechs jungen Syrer, die im Prozess um den Brandanschlag auf eine Moschee in Ulm wegen versuchten Mordes verurteilt worden waren, wollen nun Revisionen gegen die Urteile einlegen. Das berichtet der SWR.

Nach Angaben des Senders sind die Anwälte der Auffassung, dass die Verurteilung wegen versuchten Mordes einer Überprüfung durch den Bundesgerichtshof nicht standhält.

Sechs Männer mussten sich nach einem Brandanschlag auf eine Ulmer Moschee vor dem Landgericht Ulm verantworten. Das Bild zeigt den Prozessauftakt. (Foto: Ludger Möllers)

Drei junge Syrer kurdischer Herkunft waren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Ulm sah die Tatbestände des versuchten Mordes und der versuchten Brandstiftung als erwiesen an und verhängte Haftstrafen von drei Jahren, drei Jahren und neun Monaten sowie fünf Jahren und sechs Monaten (Az.: 3 KLs 241 Js 29178/18).

 Nach dem Brandanschlag auf eine Ulmer Moschee waren auf dem Gehweg vor dem Gebäude Rußspuren zu sehen: Am Freitag wurden die Tä
Nach dem Brandanschlag auf eine Ulmer Moschee waren auf dem Gehweg vor dem Gebäude Rußspuren zu sehen: Am Freitag wurden die Täter verurteilt. (Foto: dpa)

Zu dem Brandanschlag hatte sich die Gruppe im März 2018 verabredet, um damit auf die Notlage von Kurden in Syrien und aufmerksam zu machen.

Zwei weitere der insgesamt sechs Angeklagten im Alter von 18 Jahren bis 27 Jahren wurden zu Bewährungsstrafen von sechs Monaten sowie einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Ein Mann wurde verwarnt.

Dieses Video steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Brandanschlag zählt als Mordversuch

Das Urteil zu einem Brandanschlag an einer Ulmer Moschee ist am Freitag am Landgericht gefallen. Im März vergangenen Jahres haben drei Männer das Gebäude am Ehinger Tor in Ulm ausgewählt, um ein Zeichen zu setzen.



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